Blüten des Lavandin

Der südfranzösische Lavandin verfügt über zahlreiche Qualitäten, die bereits seit der Antike bekannt sind.
Er blüht von Juni bis August. Es handelt sich um eine Kreuzung aus zwei verchiedenen Sorten Lavendel. Der Lavandin bringt dreimal mehr Ertrag als andere lavendelarten und wird heute am häufigsten angebaut. Sein Duft ist intensiver und stärker. Der Lavandin vereint gewissermaßen die Vorzüge der verschiedenen Lavendelsorten.

Auf Grund seiner charakteristischen Wiederstandsfähigkeit scheint sich der Lavandin an unser heißes und trockenes Klima anzupassen, wohingegen sich der Lavendel bereits seit einigen Jahren in einer schlechten Periode befindet. Der Preis des lavandin, der etwas unter dem des Lavendel liegt, ist nicht etwas einer geringeren Qualität geschuldet, sondern vielmehr dem höheren Ertrag pro Hektar.     



Der Lavandin ist  für die Gewinnung von ätherischem Öl von großem Nutzen, da seine Spitzen mehr Blüten tragen als der ursprünglicheLavendel. Der Lavandin harmoniert hervorragend mit allen anderen ätherischen Ölen, besonders mit Zitrusessenzen und den Ölen, die man zur Herstellung von ätherischen Ölen destilliert.

Anwendung Und Wirkung

Der Lavandin ist in der Provence seit jeher Symbol des Friedens, des Glücks, der Liebe und Verbundenheit. Eine Tradition die aus der Provence stammt: Seit ewigen Zeiten werden frisch Verheiratete am Ausgang von Standesamt oder Kirche, mit einem Regen aus Lavandin empfangen. Gemäß der provenzalischen Tradition,verheißt das Werfen von Lavandin eine glückliche Ehe und sein Duft zieht die Liebe an.Diese tradition ist sehr beliebt da lavandin umweltfreundlich, natürlich abbaubar und ohne Farbstoffe ist. Der Lavandin ist ein natürliches Produkt mit angenehmen Duft. So entscheiden sich in ganz Frankreich mehr und mehr Brautpaare bei ihren Hochzeitszeremonien für das Werfen von Lavandin, der weicher und angenehmer ist als Reis.

Lavendelsäckchen ersetzen immer öfter die traditionellen Säckchen mit Dragées, nicht nur bei Hochzeiten sondern auch bei Taufen.
Lavendelblüten oder ein Lavendelsäckchen unter des Matratze von frisch Vermählten soll Leidenschaft
garantieren, sowie eine glückliche Ehe und Kindersegen. Das Verteilen von getrockneten Lavandinblüten im Haus, soll der Familie Frieden und Glück bringen. Lavendelsäckchen finden oft Anwendung als Willkommensgeschenk für Gäste an Silverste, zu Geburtstagen, zum Renteneinstieg oder als Begleiter von Festen in Form von Dekoration von Tischen und Räumen. In Frankreich steht die Lavendelhochzeit für 46 Jahre der Liebe.

Die Anwendung Von Lavandin Ist Identisch Mit Der Von Lavendel

Die Blüten des Lavandin, angewendet in einem Kissen, tragen zur Entspannung im Alltag bei . Diese  Gepflogenheit ist nicht neu: Schon die Marquise de Sévign2, pflegte die Gewohnheit, während ihren Besuchen in Grignan Lavendelkörner auf Grund ihrer beruhigenden Wirkung in ihrem Kopfkissen platzieren zu lassen. Ein Säckchen, untergebracht im Wäscheschrank und die Blüten des Lavandin beduften auf angenehme Weise die Wäsche und halten Motten und andere unerwünschte Insekten fern.

Im haus wird der Lavandin traditionell wegen seines Duftes, als Pot-pourri verwendet.
Er ist ebeso ein Verbündeter der Mütter, denn Läuse verabscheuen den Geruch des lavandin!
Die Einsatzmöglichkeiten von Lavandin-Produkten sind vielfältig, mit etwas Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Heutzutage findet man Lavandin in Form von Dekoration, als Raumduft, Eau de Toilette, Massageöl, im Bad, als Beizmittel usw.

Die kräftigere Wurzel des Lavandin ist ertragreicher und wiederstandsfâhiger als die des Lavendels. Seine Kultivierung ist in niedrigeren Höhen möglich (Plateau von Valensole auf 500 Metern Höhe, Region Nyonsais, Baronnies).

Außerdem sind die Lavendelsorten die man in Gärtnerein findet zumeist Lavandin, denn seine große Anpassungsfähigkeit in jedem Klima, jeder Höhe und in allen Böden, erlaubt seine Ansiedlung in fast allen Gebieten.

Der enorme Rückgang, der die normalen lavendlepflanze betrifft, wird durch ein Mikrobakterium verursacht und übertragen durch ein Insekt "Zwergzikade" (cicadelle). In diesem Fall wird die Wurzel erstickt und stirbt...
Die Zwergzikade, ein der Zikade verwandtes Insekt, nistet sich für einige Zeit am Stiel des Lavendels ein, ernährt sich von seinem saft und infiziert ihn mit einer Krankheit. In den 1980er Jahren wurde dieses saugende Insekt unbemerkt aus Italien eingeführt. Es stammt ursprünglich aus Amerika und hat sich rasch im Süden Frankreichs verbreitet. Es ernährt sich von zahlreichen Pflanzen, und sindert ein besonders süßes und reichhaltiges Sekret ab, das verschiedene Hautflïgler, also Bienen anzieht, die das Sekret wiederum in Honig umwandeln.
Unglÿcklicherweise infiziert es beim Aussaugen die Pflanze mit einem Bakterium: dem Stolbur-Phytoplasma.